| 20.09.2005, Fabian Herder, "Galapagos unter Wasser – Die Fische des Malili-Sees auf Sulawesi" |
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Die Süßwasserseen der Malili-Region auf Sulawesi, Indonesien, sind durch große Höhenunterschiede voneinander abgetrennt. Die verbindenden Flüsse führen dadurch bedingt eine starke Strömung und bilden natürliche Barrieren, die von Fischen nur schwer und sehr selten lebend überwunden werden können. Im Rahmen eines Forschungsprojektes des Zoologisches Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig, hat unser Vortragender, Herr Fabian Herder, die Fauna der Seen untersucht. Die Fische der Seen bilden durch die vorgenannten Bedingungen eigene Formen aus, was an die Finken der Galapagos-Inseln erinnert. In den Bereichen der Flussmündungen kommt es vereinzelt zu Hybridisierungen mit Arten der benachbarten Seen. Wir sahen eindruckvolle Fotos von unterschiedlichen Formen der Halbschnäbler, Reiskärpflinge und Grundeln in erstaunlich klarem Wasser. Es werden bei anderen Untersuchungen auch die verschiedenen Formen der Garnelen, Krabben, Krebsen, Schnecken, Muscheln und Schwämme der Seen Matano, Mahalona, Lantoa und Towuti durchgeführt. Die Seen weisen eine hohe Belastung mit Schwermetallen auf und sind isoterm mit einer Sauerstoffsättigung bis in große Tiefen. In den Seen wurden verschiedene Formen von z.B. Telmathernia antoniae und T. sarasinorum in verschiedenen Größen und Farben festgestellt. Bei den Felduntersuchungen insbesondere im Matanosee soll herausgefunden werden, ob es zwischen den Fluss- und Seentypen Hybridisierungen gibt. Das Studium der anatomischen Unterschiede, der Zuordnung der Fischformen zu Habitaten sowie genetische Untersuchungen zeigen sowohl Unterschiede wie auch verwandtschaftliche Beziehungen auf. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13 Januar 2008 ) |
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