| 15.08.2006, Peter Klaas, "Sri Lanka vor 20 Jahren und heute." |
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Sri Lanka liegt an der Südspitze Indiens im Indischen Ozean. Das Klima Sri Lankas ist tropisch und auf Grund der Wirkungen der Monsune mit regional unterschiedlichen Niederschlagsmengen . Dadurch entstanden eine Feuchtzone im Südwesten und eine Trockenzone im Norden und Osten der Insel. Dazwischen liegt eine Übergangszone. Entsprechend den Niederschlagsverhältnissen und den Höhenstufen verändern sich Fauna und Flora. Im Bereich der höchsten Niederschläge herrscht tropischer Regen- und Bergwald vor, während im Norden und Osten Trockenwald anzutreffen ist (sofern noch nicht gerodet). Die Amphibien und Reptilien Sri-Lankas weisen einen hohen Grad an Endemismus auf. Eigentlich auf der Suche nach Vogelspinnen bereiste Peter Klaas das Land nach 16 Jahren wieder einmal und musste feststellen, dass viele wertvolle Vogelspinnenbiotope, die er damals vorfand, der Landwirtschaft oder neuen Hotelanlagen zum Opfer gefallen sind. Trotz allem konnten aber viele endemische und indische Reptilien- und Amphibienarten gefunden und fotografiert werden: Flugfrösche der Familie Rhacophoridae: Philautus longinasus, Philautus nasutus, Philautus eques, Philautus maculatus, Philautus zorro, Philautus cruziger. Zwergkröten wie die Bachkröte Adenomus kelaartii. Aus der Familie der Engmaulfrösche Microhylidae liefen einige Exemplare von Ramanella variegata bereits in den Toiletten der Wohnungen umher. Im Freiland hielten sich Ramanella obscura, Kaloula taprobanica und Uperodon systoma auf. Diese grabenden Tiere sind an ein Leben mit langen Trockenzeiten angepasst. Gut geschützt in der Erde warten sie auf die oft erst nach Monaten einsetzenden Regenfälle. Einige Reptilien konnte Peter Klaas auf dieser siebten Reise nach Sri-Lanka das erste Mal endlich selber entdecken. Darunter die bizarren Nashornagamen Ceratophora tennenti und die Lyrakopfagame Lyriocephalus scutatus, eine der schönsten Echsen überhaupt. Unter den Schlangen fanden sich die giftigen Bambusottern Trimerosurus trigonocephalus und die Nasenotter Hypnale hypnale. Die Trugnatter Dendrelaphis wurde beim Erbeuten eines Ochsenfroschs überrascht und musste ein wahres Blitzlichtgewitter über sich ergehen lassen. Den Frosch fraß sie trotzdem. Insgesamt zeigte Peter Klaas etwa 50 Amphibien- und Reptilienarten . Er zeigte uns aus seiner reichen Fotoausbeute eindrucksvolle Digitalfotos von zahlreichen Tieren. Und nicht nur dies, sondern er bereicherte seinen Vortrag auch mit Informationen über die Möglichkeiten und Techniken, die Tiere einerseits zu finden, dann erfolgreich zu fotografieren und und auch zu fangen. Wir danken Peter Klaas dafür, dass er so kurzfristig mit dem Ersatzvortrag eingesprungen ist. Es war eine interessante Vorstellung einer außergewöhnlichen Reise. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13 Januar 2008 ) |
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