Biologische Gesellschaft der Aquarien- und Terrarienfreunde Bonn gegr. 1956 e.V.  
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Sonntag, 20 Mai 2012
 
 
17.10.06 Dieter Scholz Zoologische Exkursionen in Afrika. Erinnerungen, Erfahrungen und Empfehlungen PDF Drucken E-Mail




 

Die afrikanische Tierwelt stand im Mittelpunkt eines Diavortrages, den Dieter Scholz aus dem Erfahrungsschatz von 32 Wochen hielt, die er im Laufe der vergangenen Jahre auf Safaris auf den Hochebenen Ostafrikas, in den vielfältigen Biotopen des Südens und den ariden Weiten der Kalahari im Südwesten des Kontinents verbrachte. Die multimediale Gesellschaft wird von einer Vielzahl von Berichten verwöhnt, die unter großem Aufwand an Zeit, Material und Personal in professioneller Aufbereitung angeboten werden. Dem glaubt der Vortragende nur begegnen zu können, in dem er in der Erkenntnis >Natur lässt sich nicht inszenieren< mit Geduld und Glück auch zu Bildbelegen zu kommen versucht, die es sich lohnt, betrachtet zu werden. Die Aufmerksamkeit der Anwesenden ließ vermuten, dass ihm das gelungen war. In einer Aneinanderreihung von Erlebnissen vermittelte er eine Vielfalt der Begegnungen mit der Tierwelt und den Menschen: Löwen am frischgerissenen Büffel, ein überraschter Leopard  mit seiner Beute, angriffsbereite Kaffernbüffel, aber auch die bizarren Landschaften der Tropen am Mount Kenia in über 4000 m Höhe und die festlich gekleideten Samburu im ariden Norden Kenias.

Dem Titel seines Vortrags folgend, gab er auch Anregungen, die dem Naturfotografen zu sehenswerten Ergebnissen führen sollten.
Einige seien hier aufgeführt: Die beste Ausrüstung und unglücklicherweise auch ein noch so attraktives Motiv führen zu trivialen Ergebnissen, wenn die Lichtverhältnisse ungünstig sind.
Gruppenaufnahmen von Tieren bedürfen einer Art Komposition, um ein sehenswertes Resultat im stehenden Bild zu erzeugen. Hier triumphiert die schnelle Digitalkamera, bei der oft erst in der Auswertung im Nachhinein das perfekte Bild zum Vorschein kommt.
Makro- und Teleobjektiv und wechselnde Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums sind immer wieder Mittel der Wahl.
Wo immer es geht, sollte ein Stativ mitgeführt und auch verwendet werden. Ein Stativ kann auch ein Sandsack auf der Seitenscheibe des Fahrzeugs sein. Auch hier bietet die Digitaltechnik mit optischem Bildstabilisator und kurzen Verschlusszeiten verblüffende Ergebnisse.
Schließlich ein Rat an den stolzen Erzeuger vieler Bilder, der von den Erinnerungen an seine Erlebnisse übermannt, alle daran teilhaben lassen möchte: Nach dem Motto: >Weniger kann Mehr sein< beschränke er sich auf die wirklich sehenswerten Aufnahmen. Als anschauliches Beispiel erwähnte der Vortragende einen hervorragenden Bildband eines Naturfotografen, der aus 40 000 Bildern 220 für gut befand, gedruckt zu werden.

Wir danken Dieter Scholz für den ausführlichen Vortrag, bei dem uns die hervorragenden Fotos begeistert haben und ich danke ihm für die Kurzzusammenfassung.
 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13 Januar 2008 )
 
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