| 19.09.2006, Rainer Sonnenberg "Aphyosemion und andere kleine Fische-In den Regenwäldern von Kamerun" |
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In Gabun und Kamerun kommen Killifische in einer sehr hohen Artenvielfalt und Populationsdichte vor. In Kamerun sind auf einer Fläche von 465000 km² 489 Fischarten und 76 Killifische, in Aplocheiliden sind meist an den Regenwald gebunden und bevorzugen kleine Bäche und Tümpel , die in den Sommermonaten zum Teil auch austrocknen. Die Biotope sind dadurch stärker von einander getrennt, als wir dies vergleichsweise von anderen in Flusssystemen lebenden Fischen kennen. Die Fische zeigen schon aufgrund dieser Voraussetzungen eine starke Variabilität in Form und Färbung. Aus den DNA-Analysen hat Herr Sonnenberg die Zuordnung lokaler Gruppen und die verwandschaftlichen Beziehungen der Arten untereinander entwickelt und dies anhand von Stammbäume graphisch dargestellt. Er gliedert z.B. Aphyosemion aus Kamerun in mehrere Gruppen. Als Beispiel zeigte er auf, dass er Aphyosemion calliurum in drei Gruppen, Aphyosemion franzwerneri in drei Gruppen, auch Aphyosemion ahli in diverse Gruppen gliedert. Aus den Analysen geht auch hervor, dass durch mehrfachen Kontakt zwischen Arten diese zum Teil 7-8 mal hybridisierten. Auch sind die Wanderbewegungen der Arten über längere Zeiträume nicht immer nur in einer Richtung erfolgt. Es konnte im gleichen Gebiet nachgewiesen werden, dass sich die eine Art von Norden nach Süden weiterentwickelte, eine andere Art jedoch in entgegengesetzter Richtung. Die Begeisterung für die Artengruppe teilen wir nun schon seit einigen Jahren mit dem Vortragenden und es war wieder einmal sehr interessant, aus erster Hand so detailierte Informationen über die neuesten Forschungsergebnisse zu erhalten. Wir danken Herrn Sonnenberg für den sehr informativen Vortrag. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13 Januar 2008 ) |
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